Cody, Sakina und die Taube Frieda – die neuen Figuren von frieden-fragen.de

Bei frieden-fragen.de können sich Kinder und Jugendliche mit den Themen Krieg, Frieden, Streit und Gewalt auseinandersetzen. Sie haben sogar die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen zu stellen, die vom frieden-fragen Team beantwortet werden.

So wie Hulda, die wissen wollte: „Wie bekomme ich die Angst, einen Krieg zu erleben müssen, weg? So viele reden davon. Deshalb brauche ich Tipps.“

Oder so wie die 15-jährige Anna, die fragte: „Muss ich in Deutschland auch Angst vor einem Terroranschlag haben?“

Oder Frank, 19 Jahre, der wissen wollte: „Wie kann man Gewalt verhindern?“

Kinder und Jugendliche können sich bei frieden-fragen.de also mit den essentiellen Themen des Zusammenlebens auseinander setzen. Viele Fragen der Kinder zeigen eine direkte Betroffenheit. „Ich habe Angst, dass…“ so beginnen viele der Fragen, die das frieden-fragen Team täglich beantwortet.

Wie kann man Kindern also Krieg und Frieden erklären, ohne zu verharmlosen und trotzdem positive Elemente aufzuzeigen?

Diese Frage stellt sich das frieden-fragen Team nahezu täglich. Neben dem inhaltlichen Aspekt, geht es bei der Darstellung dieser Themen im Internet eben auch um die Frage: „Wie präsentiere ich diese Informationen?“

Ein wichtiger Aspekt ist sicherlich, dass wir bei frieden-fragen.de versuchen, auf schreckliche Bilder zu verzichten, die Leid und Zerstörung zeigen und die Würde der darauf abgebildeten Personen antasten. Hierfür arbeiten wir mit Journalistinnen und Journalisten zusammen, die sich auf „Friedensfotografie“ spezialisiert haben.

Hinzu kommt, dass wir (als Friedenspädagoginnen und Friedenspädagogen) immer auch die Nachricht vom und über den Frieden aufzuzeigen versuchen. Das bedeutet, dass nahezu jede Antwort auf Kinderfragen Handlungsoptionen enthält oder immerhin Anregungen, wie sich Menschen trotz Krieg und Gewalt für den Frieden weltweit einsetzen.

Frage von Linda an frieden-fragen.de

Beim Relaunch von frieden-fragen.de (der im Herbst 2015 stattfand) wollten wir eine weitere Orientierungshilfe geben, um mit den herausfordernden Themen umzugehen: Wir haben uns entschieden, der Seite ein „Gesicht“ zu geben, bzw. zwei Gesichter. Die beiden Identifikationsfiguren Sakina und Cody führen nun die Kinder und Jugendlichen durch die Themenwelten. Begleitet werden sie von der Taube Frieda, die insbesondere die jüngere Zielgruppe ansprechen soll.

Identifikationsfiguren sind „Verarbeitungshilfen“ sagt Petra Best im Handbuch Medienerziehung. Verarbeiten muss man bei der Nutzung von frieden-fragen.de nicht wenig. Cody, Sakina und Frieda sollen dabei unterstützen und helfen.

Wie sind Cody, Sakina und Frieda nun entstanden?

Damit Kinder sich mit Figuren identifizieren, sollen sie natürlich nah an ihrer eigenen Lebensrealität gestaltet sein. Aufgrund des Verhaltens und Handelns sollen die Figuren ermöglichen, Kontakt zwischen den Nutzerinnen und Nutzern und den schwierigen Themen von frieden-fragen.de herzustellen. Im Idealfall fühlen sich Kinder damit nicht so sehr alleingelassen auf der Suche nach Antworten rund um die Themen Krieg, Frieden, Streit und Gewalt.

Cody, Sakina und Frieda von frieden-fragen.de

So haben wir als Figuren einen Jungen und ein Mädchen gewählt. Während sich der Junge eher über Recherche am Computer mit den Themen von frieden-fragen.de auseinander setzt, stellt Sakina (kurz: Saki) ein unternehmungslustiges und neugieriges Mädchen dar, das immer unterwegs ist um sich mit Menschen über Krieg und Frieden zu unterhalten.

Die Taube Frieda ist natürlich eine Anlehnung an das Symbol der Friedenstaube (das wird ja schon allein am Namen deutlich). Vor allem die jüngeren Kinder interessieren sich oftmals für Tiere, weshalb Frieda einen leichteren Einstieg in die Themen von frieden-fragen.de anbieten soll.

Hier kann man mehr über die drei Figuren erfahren: Steckbriefe von Cody, Sakina und Frieda

Und inwiefern helfen die drei Figuren wirklich?

Inwiefern sich Nutzerinnen und Nutzer mit diesen drei Figuren identifizieren, sei natürlich infrage gestellt. Die Rückmeldungen der Zielgruppe zum neuen Layout sind erfreulicherweise überaus positiv. Wir haben bereits mit einigen Schulklassen (die auch die Vorgängerversion kannten) das neue frieden-fragen.de getestet und die Schülerinnen und Schüler fühlen sich nun ernst genommen und empfinden nicht mehr, dass Layout und Inhalt auseinanderdriften.

Cody, Sakina und Frieda kommen gut an, die skizzenhafte Darstellung, die an Bleistiftzeichnungen erinnern, findet die Zielgruppe sehr ansprechend.

Doch einen Wermutstropfen gibt es natürlich: Noch haben Cody, Saki und Frieda nicht genügend Aufgaben. Zwar illustrieren sie die Seite und auch in den Einleitungstexten finden sie Erwähnung. Allerdings nehmen sie die Nutzerinnen und Nutzer noch nicht wirklich an die Hand und führen sie auch noch nicht durch die Inhalte. Das soll sich aber ändern. Gemeinsam mit einem „Kinderbeirat“ wollen wir entwickeln, welche Rolle die drei auf frieden-fragen.de in Zukunft übernehmen werden.

Es bleibt spannend.

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