AdKids - Werbenetz der Kinderseiten ist gestartet

Förderung zu Ende – was nun? Viele Kinderseiten kennen dieses Problem. Manche stellen den Betrieb der Seite ein bzw. lassen sie als statisches Angebot im Netz, andere lösen es durch Selbstausbeutung und betreuen ihre Seite unbezahlt weiter. Die Ankündigung, eine Kinderseite über Werbung zu finanzieren, führte bisher häufig zu Naserümpfen.

Werbung? Kinder zum Kaufen anregen? Was ist das denn für ein pädagogischer Ansatz? Kurze Antwort: Einer, der der Lebenswirklichkeit von Kindern entspricht. Überall in den Medien werden Kinder rund um die an sie adressierten Angebote mit Werbung konfrontiert. Ausnahme ist der Kinderkanal, der aus Rundfunkgebühren finanziert wird – was auch nicht unumstritten ist.

AdKids Kreisverkehr, Seitenstark e.V.Werbung ist also für Kinder nichts Neues. Entscheidend ist meiner Meinung nach der verantwortungsvolle Umgang damit. Hier sind  KinderseitenmacherInnen in der Verantwortung. Werbung auf Kinderseiten muss selbstverständlich alle rechtlichen Vorgaben einhalten. Darüber hinaus muss sie aber die Werbekompetenz von Kindern erhöhen. Konkret: Kinder müssen auf den ersten Blick erkennen, was Werbung ist und was zum redaktionellen Inhalt gehört. Und sie müssen Informationen bekommen, warum Werbung geschaltet wird, was Werbung will und wie Werbung wirkt.

Mit diesem Anspruch hat sich AdKids gegründet, das Werbenetz der Kinderseiten. Seit Juli 2015 am Start, bietet es Kinderseiten die Möglichkeit, sich gemeinsam zu vermarkten. Das ist besonders interessant für Seiten mit nicht allzu großer Reichweite, die alleine keinen Vermarkter finden würden. Bei AdKids werden die Kampagnen gemeinsam ausgeliefert. Alle Seiten tragen ihren Teil dazu bei und verdienen entsprechend ihrer Zugriffe. Zum Start sind sechs Kinderseiten dabei; die ersten Kampagnen werden spätestens im September starten.

Um der medienpädagogischen Verantwortung gerecht zu werden, hat AdKids einen Rahmen entwickelt, der sich um alle Werbeformen legt. Er sieht auf allen Seiten immer gleich aus, macht also Online-Werbung sofort erkennbar. Über einen Button können Kinder Informationen zu Werbung abrufen. Über einen anderen können sie die Werbung ausblenden. Zusätzlich gibt es den AdKids-Schalter, über den sie mit einem Klick alle Werbung auf der Seite verstecken und wieder erscheinen lassen können.

Außerdem beAdKids Orangen, Seitenstark e.V. schränkt sich AdKids auf wenige Werbeformen, nämlich solche, die den Zugang zum Content jederzeit möglich machen. Nichts schiebt sich vor den Text, nichts verdeckt die Seite, bis man endlich das Kreuz zum Schließen gefunden hat.

Neugierig geworden? Auf der Website adkids.de finden sich ausführliche Informationen rund um die angebotenen Tools und die Möglichkeit, Mitglied zu werden.

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