Ist Datenschutz in Zeiten von Big Data noch möglich?

Das Thema Big Data ist für Eltern und PädagogInnen von zentraler Bedeutung, da das Internet für Kinder bereits in frühen Jahren einen erweiterten Sozialraum darstellt und bereits Kinder mit ihren Internetspuren den „Big Data“-berg erhöhen.

Doch was ist Big Data eigentlich? Big Data beschreibt eine neue Dimension von Datenverarbeitung auf Basis enormer Daten­mengen, die wir mit jeder Internetanfrage vergrößern. Mittels mathematischer Verfahren (Algorithmen) werden die Datensätze nach bestimmten Zusammenhängen durchsucht, welche neben Geheimdiensten, Polizeibehörden, Wissenschaftlern auch für die Big Internet- und Software-Playern wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft interessant sind.

Warum sind die Daten für die Unternehmen so wichtig? Gerade für die Werbeindustrie bedeutet Big Data Profit. Dieser Profit wird durch ver­schie­dene Techniken generiert: Seitenanbietern erstellen durch das Tracking u.a. ein Surf- und Kauf-Profil des Nutzers, das mobile Surfen erzeugt ein sehr genaues Bewegungs­profil und Skype, Facebook, Whatsapp sowie Googlemail lesen Posts nach Stichworten aus.

Was hat Big Data für Konsequenzen? Die Information werden genutzt um das Internet  zu personalisieren, das heißt Inhalte werden auf die errechneten, vermeintlich individuellen Bedürfnisse hin angepasst und selektiert. Somit soll das Internet in Zukunft für jede Person anders sein. Auf den ersten Blick scheint das Vorteile zu bieten, allerdings hat die Personalisierung des Internets auch negative Konsequenzen. Denn was geschieht, wenn das errechnete Wissen über die eigene Person nicht korrekt ist, wie kann man es korrigieren oder gar löschen? Können wir uns überhaupt objektiv und umfassend informieren, wenn der Medienstrom personalisiert und vorselektiert ist?

Was kann ich tun, um sparsamer meine Daten zu teilen? Jeder kann selbst etwas tun, um die eigenen digitalen Spuren zu verwischen. Das Programm Ghostery blockt Tracker auf allen Websites und das Tool Adblock Plus verschafft Ihnen Werbefreiheit im Internet. Außerdem ist es wichtig, unterschiedliche Anbieter für verschiedene Dienste wie Onlinesuche, Soziale Netzwerke und E-Mail zu verwenden. So sind die Daten nicht bei einem Anbieter. 

Weitere Tipps und Tricks zum Thema „Spuren verwischen“ hat scout, das Magazin für Medienkompetenz der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) zusammengestellt. Zudem geben folgende Seiten weiterführende Informationen zum Thema: www.klicksafe.de und www.surfer-haben-rechte.de

Screenshot seitenstark.de/chatWie geht der Seitenstark-Chat mit den Daten der eigenen NutzerInnen um? Der Seitenstark-Chat verzichtet darauf personenbezogene Daten wie den Namen, die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse zu erheben und auszuwerten. Die Kinder benötigen für die Anmeldung im Chat lediglich einen Nickname und ein Passwort.

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