Klappe, die erste: Einbindung von Video-Content auf Kinderseiten

Kinderwebsites sind interessant und spannend, bunt und spielerisch - schier unbegrenzte Möglichkeiten der Themen, der Gestaltung und der Aufbereitung gibt es als Betreiber*in einer Kinderseite. Welche Rolle Video-Content dabei spielt, soll im Folgenden erläutert werden.

Auf Zielgruppe eingehen

Als Betreiber*in einer Kinderinternetseite ist es unabdinglich, stets die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse im Blick zu behalten. Denn digitale Angebote haben nur einen Mehrwert für Kinder, wenn sie in ihren Interessen abgeholt werden. Und dies liegt dann vor, wenn Inhalt und Aufbereitung stimmig sind.

Es gilt also, viele Aspekte zu beachten: So empfiehlt es sich z.B. Textpassgen kurz und knackig zu halten, eher mit Hauptsätzen zu arbeiten und sich auf serifenlose Schriftarten zu beschränken. Weiterhin sollten Navigation und Struktur einfach gehalten werden, indem bspw. mit großen und eindeutigen Elementen gearbeitet wird. Zudem spielen auch die Formate der Inhalte eine große Rolle, hierbei insbesondere Video-Content.

Sowohl bei jungen Kindern, die keine oder wenig Lesekompetenz besitzen als auch bei älteren Kindern sind Videos von großer Beliebtheit. Laut Ergebnissen der aktuellen KIM-Studie (2016) sehen sich 50 Prozent aller Kinder mehrmals die Woche YouTube-Videos im Internet an (vgl. ebd., S. 34). Durch die Beliebtheit von Plattformen wie YouTube und Snapchat, die sich offiziell an Jugendliche ab 14 Jahren richten, allerdings auch vermehrt von einer jüngeren Zielgruppe genutzt wird, ist ein verändertes Nutzungsverhalten erkennbar. Auf diesen Trend hat bereits YouTube mit der eigens für Kinder konzipierten App YouTube Kids reagiert. Durch dieses veränderte Mediennutzungsverhalten verschieben sich ebenfalls die kindlichen Erwartungen an ein digitales Angebot.

Video-Content als Chance

Die Beliebtheit von Videos sollte von Kinderseitenbetreiber*innen nicht ignoriert, sondern als Chance für die eigene Website wahrgenommen werden. Bestehende Inhalte einer Kinderwebsite können vereinzelt um Videoclips erweitert werden. Dabei spielt es weniger eine Rolle, unzählige professionelle und hochauflösende Videos zu produzieren; finanzielle und personelle Ressourcen lassen dies oftmals gar nicht zu. Vielmehr sind Inhalt und eine kindgerechte Aufbereitung zentral. Für Kindeseitenbetreiber*innen besteht in der Produktion und Einbettung von Video-Content die Chance, ihre Website sichtbar zu machen. Dies könnte bspw. über die Einbettung der Videosclips auf YouTube oder der Videobox auf fragFINN.de geschehen.

Austausch und Kooperationen

Neben der Produktion eigener Videos ist es auch sinnvoll, extern nach passendem Video-Content zu schauen. Die Möglichkeit, Video-Content zur Einbindung auf der eigenen Website einzuholen, bietet für beide Seiten Vorteile. Denn durch die gegenseitige Verlinkung werden Netzwerke geschafft und die Sichtbarkeit beider Seiten erhöht.

Video-Content auf fragFINN.de

Die Kindersuchmaschine fragFINN.de produziert seit 2012 eigene Videos mit den fragFINN-Kinderreportern. Seit 2017 gibt es zudem die neue fragFINN-Serie, bestehend aus zwölf Episoden.  Die fragFINN-Serie möchte junge Internetnutzer*innen und -einsteiger*innen für digitale Themen wie Datenschutz, Urheberrecht und Informationsbewertung sensibilisieren und sie durch das Erkunden digitaler Phänomene und Dienste in einer verantwortungsbewussten Mediennutzung bestärken. Die kurzen Erklärfilme bieten ein gutes Überblickswissen und dienen als Ausgangspunkt für weitere Recherchen sowie als Gesprächsanlass mit Kindern. Jede Episode führt dabei auf unterhaltsame Weise in ein Thema der digitalen Welt ein und enthält Animationssequenzen von dem Maskottchen FINN. Unterstützt wird er dabei von Lotte, der klugen Laus, die zu den wichtigsten Begriffen immer eine Definition parat hat. Diese Begriffe können in Lottes Lexikon auf www.fragFINN.de aufgerufen werden.

Die Videos der fragFINN-Serie dürfen nach Absprache gerne auf externen Websites eingebettet oder verlinkt werden. Bei Interesse Kontaktaufnahme über info@fragFINN.de.

Die ersten Schritte

Entschließt man sich dazu, Video-Content zu produzieren, sollten vorab folgende Fragen geklärt werden:

  • Welches Thema meiner Website bietet sich an, visuell aufbereitet zu werden?
  • Wie kann das Thema umgesetzt werden?
  • Welche Kooperationen mit anderen (Kinder-)Seitenbetreiber*innen könnten dafür fruchtbar sein?

Für einfache eigene Produktionen eignet sich das sogenannte Mobile Reporting. Dafür benötigt man an technischem Basisequipment lediglich ein Smartphone mit entsprechender Kamera-App und ein Headset. Zudem bieten viele Landesmedienanstalten kostengünstige Weiterbildungskurse für Videoproduktion an. Empfehlenswert ist auch ein Blick in die Angebote der Offenen Kanäle und Medienkompetenzzentren der Städte.

In diesem Sinne, Film ab!

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