Ein Heim für die eigene Seite - Teil 3

Hier nun der letzte Teil unserer Eigenheim Trilogie, indem Sie erfahren, ob es sich lohnt, die eigene Website selber zu hosten. Auch für den Umzug haben wir ein paar Tipps.

Das Eigenheim

Statische Webseiten (beispielsweise reine HTML-Dateien) lassen sich auf jedem Computer einfach im Browser anzeigen. Dynamische Seiten (wie sie beispielsweise ein CMS erzeugt) werden durch den Server generiert, der auf Abruf die entsprechenden Inhalte aus der Datenbank sucht und diese in einem separat angelegten und vordefinierten Layout („Template“ oder auch „Theme“ genannt) an den Browser ausliefert.

Statisch oder dynamisch? / Foto Adeline Darling, Quelle sxcUm eine solche Seite erstellen und testen zu können, ist ein Webserver und in der Regel auch eine Datenbank nötig. Mit der Softwarezusammenstellung „XAMPP“ kann man sich die dafür notwendigen Bestandteile gebündelt auf dem eigenen Rechner installieren: Einen Webserver (Apache), eine Datenbank (MySQL) sowie die Skriptsprachen Perl und PHP. Ist die Testumgebung gestartet, hat man einen eigenen, funktionsfähigen Server auf dem heimischen Rechner und kann dort beispielsweise ein CMS installieren, konfigurieren und testen.

Läuft die so erstellte Seite erst einmal in der Testumgebung, liegt die Idee nahe, aus dem eigenen Computer gleich den richtigen Web-Server zu machen – schließlich sind die notwendigen Komponenten für den dauerhaften Betrieb in den allermeisten Haushalten vorhanden: Eine (schnelle) Internetflatrate und ein zuverlässiger Rechner.

Auch wenn diese Lösung verlockend klingt, machen schon die Stromkosten einen ersten Strich durch die Rechnung: Allein der rund um die Uhr Betrieb eines Bürorechners als Server verursacht mehr Stromkosten als ein übliches Hosting-Angebot. Hinzu kommen die für den Betrieb eines öffentlichen Servers weitaus aufwändigeren Sicherungs- und Wartungsarbeiten an der Software, die viel Zeit und vor allem Know-how beanspruchen. Der Betrieb eines eigenen Servers verursacht dann schnell mehr Arbeit als die Seite, die er beherbergt. Für kleine Internetprojekte rentiert sich dies daher nur in den seltensten Fällen.

Richtfest und Einzug

Richtfest / (c) find-das-bild.de/Michael SchnellAlternativ kann man die Website auch „live“ auf einem gehosteten Server entwickeln, testen und nach und nach direkt im Netz aufbauen. Schließlich ist eine Internetseite in den seltensten Fällen ein fertiges Produkt. Insbesondere Content-Management-Systeme, die oftmals die Möglichkeit bieten, vorprogrammierte Module, Plug-ins oder zusätzliche Komponenten einzubinden bieten viel Spielraum zum Experimentieren. Umfragen, Quiz oder Bildergalerien lassen sich oftmals mit wenigen Klicks nachrüsten und bieten den jungen Nutzern/innen viel Surfspaß.

Auch hinsichtlich der Pflege und Aktualisierung der Seiten offerieren solche Systeme einigen Komfort: Texte lassen sich bequem über einen Editor eingeben und formatieren, wie man es aus der Textverarbeitung kennt, weitere Medien wie beispielsweise Bilder oder Filme oder Animationen lassen sich schnell und unkompliziert über einen Dateimanager auf den Server hochladen und einbinden.

Nutzt man kein CMS oder möchte man größere Datenmengen oder Datenstrukturen auf den Server übertragen, empfiehlt sich der Einsatz eines sogenannten „FTP-Clients“: Mit Hilfe eines solchen Programms (wie beispielsweise Filezilla, Cyberduck oder WinSCP) können Daten manuell auf den Server übertragen werden (dies geschieht beispielsweise über das File Transfer Protocol FTP). Ähnlich wie man es von Dateimanagern wie dem Windows Explorer kennt, hat man die Daten auf dem Server sowie die Daten auf dem heimischen Rechner im Überblick und kann sie abgleichen, löschen, aktualisieren oder verschieben.

Ist eine erste Version Ihrer Seite fertig, freuen wir uns natürlich über eine Einladung zum Richtfest und einen Erfahrungsaustausch. Sollten Sie - auch vorher schon - Fragen haben oder Hilfe beim Aufbau Ihrer Kinderseite benötigen, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Teil 2 folgt...Teil 3 folgt...

 

 

Kommentare

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